Täglicher Spaziergang

Der Mühlenstandort war gut gewählt, da er an einer natürlichen Geländestufe liegt und somit den Einsatz eines oberschlächtigen Wasserrades ermöglichte. Oberschlächtige Wasserräder sind Mühlenkonstruktionen mit eimer- bzw. wannenartig ausgebildeten Schaufeln, bei denen das Wasser von oben auf das Mühlenrad trifft. Diese galten unter den Wassermühlen zwar als besonders effektiv, im flachen Norddeutschland waren Sie aber aufgrund des geringen Geländegefälles in der Regel nicht einzusetzen.

1456 wurde die Wassermühle von dem wohlhabenden “Schulten von der Lühe” erneuert. Die einflussreiche Familie legte später auch eine repräsentative Wasserburg mit einem 2 Morgen großen Lustgarten am Mühlenteich an.

Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Wasserburg wieder abgerissen, und einige Jahrzehnte später musste der verschwenderisch lebende Baron Alexander von Schulte den gesamten Besitz versteigern lassen. Die Klosterkammer Hannover erwarb die Besitzung zu einem Spottpreis und verpachtete die Mühle, die dazugehörigen Wirtschaftsgebäude sowie ein neben der Mühle befindliches Gasthaus an die Müllerfamilie Behrens.

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